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salongeschichte(n) vom kollwitzplatz |
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... "Bei Martin Jankowski wird mittlerweile in den Räumlichkeiten eines kleinen Off-Theaters des Prenzlauer Berges gelesen. ... Einfache Holzstühle und Holztische mit frischen Blumen stehen im Bühnenraum. Der Gastgeber sitzt mit seinen Autoren mitten im Publikum. Bereits vor der Wende lud der salonerfahrene Vierzigjährige in Leipzig regelmäßig Intellektuelle und oppositionelle Künstler in seine Einraumwohnung ein. Diese Wohnzimmerathmosphäre scheint Martin Jankowski seither überall hin mitzunehmen..." ............................................................................................ In Anlehnung an frühere Literatursalons des Prenzlauer
Bergs, von den illegalen Wohnzimmerlesungen der achtziger Jahre bis zur
direkten Vorläuferveranstaltung in der "Restauration Walden" ab 1997,
eröffnete am 8. März 2004 der "Literatursalon am Kollwitzplatz" in den
Räumen der Offbühne "Theater o.N.". In Koproduktion mit dem experimentierfreudigen Offtheater
lädt der Berliner Autor Martin Jankowski allmonatlich zu Lesungen und
Gesprächen, die dem eingefahrenen Berliner Literaturhausbetrieb einerseits
und dem poppigen Lesebühnengeplätscher andererseits etwas "explizit Literarisches"
zur Seite stellen wollen - entspannt, intelligent,
unterhaltsam, aber keinesfalls belanglos. Zu Gast sind in der Regel deutschsprachige, seltener auch
internationale Autoren, deren literarisches Können außer Frage steht bzw.
eine Entdeckung unbedingt wert ist - und zwar jeweils mit ihren neuesten,
mitunter noch unveröffentlichten Texten. Über den Eröffnungsabend - an
dem Adolf Endler, der "Tarzan vom Prenzlauer Berg", als Ehrengast las
- schrieb der Berliner TAGESSPIEGEL: In der Regel gibt es zwei Gäste für jeweils eine Dreiviertelstunde; die Autoren werden im lockeren Gespräch vorgestellt, lesen aus neuesten eigenen Arbeiten und widmen - so der stets für interessante Überraschungen sorgende Brauch des Hauses - einige Minuten einem ihrer Lieblingsautoren. Zwischendurch gibt es eine Pause, in der man sich an der kleinen hauseigenen Bar mit Getränken zu fairen Preisen versorgen kann. Zum Abschluß jedes Abends liest ein Überraschungsgast "aus den literarischen Untiefen des Prenzlauer Bergs" noch seinen "Text des Monats". Dieser Ablauf wird hin und wieder zugunsten anderer Veranstaltungsformen erweitert, etwa für eine Preisträgerlesung mit fünf Teilnehmern oder für einen Sondersalon mit internationalen Gästen am Berliner Ensemble, hin und wieder kommt auch Lifemusik hinzu. Zusammen ergibt dies eine abwechslungsreiche Mischung in hoher literarischer Qualität (siehe Gästeliste) zu höchst moderaten Preisen (5,-/erm. 3,- €). Diskutiert wird in den Pausen und hinterher - in direkter Begegnung mit den Autoren bei einem Glas Wein. Die eigentliche Vortragszeit wird für das, was die Autoren zu sagen haben, genutzt. Literaten wie Publikum loben die entspannte und familiäre Atmosphäre des Salons, der mit einfachen Mitteln geistig Anspruchsvolles präsentiert - zum Vergnügen aller. Herzlich willkommen! |